Lutz  Müller

Lutz Müller

Lutz Müller

  • Geboren in Berlin
  • Abitur
  • Studium der Freien Malerei an der UdK Berlin
  • Meisterschüler
  • Selbstständiger Restaurator von Wand- und Deckenbildern
  • Freie Malerei
  • Diverse Einzel- und Gruppen-Ausstellungen in Berlin, Amsterdam und Rom
  • Lebt und arbeitet in Berlin und San Quirico (Italien)

Über meine Arbeit

Auszug aus einem Interview

mit Kristian Jarmuschek (Galerie Jarmuschek & Partner)
 
Kristian Jarmuschek: Wie entsteht ein Bild für Dich?

Lutz Müller: Meine Motivation ein Bild zu malen entsteht daraus, dass ich neugierig darauf bin wie sich die weiße Malfläche durch mein Zutun zu einem Bild entwickelt. Ich habe vor und auch während des Anfangsarbeitsprozesses keinerlei Vorstellung, was ich entstehen lassen will, noch wohin die Arbeit führt. Ich lasse mich von mir selbst überraschen, ich fange einfach an.

K .J. : Was heißt einfach?

L.M. : Einfach heißt, dass alle anfänglichen Arbeitsschritte so weit wie möglich unkontrolliert anlaufen. In dieser Arbeitsphase hat der Zufall den meisten Platz.

K .J. : Kann ich das so verstehen, dass der Anlass des Bildes sich eigentlich erst im Laufe der Bildentstehung Dir selbst erklärt?

L.M. : Ja, ich sage nicht: Ich will ein blaues, rotes oder gelbes Bild malen, ich entwickle das Bild auf der Leinwand, ich erfinde es. Je weiter der Prozess fortschreitet, je mehr das Bild entsteht, desto kontrollierter werden die Arbeitsschritte, bis hin zum restlos präzisen Einwirken. Die letzten Farbaufträge vor der Fertigstellung des Bildes sind genau gesteuert, sind überlegt. Nichts ist mehr dem Zufall überlassen.

K .J. : Deine Bilder entstehen also in einem Spannungsverhältnis zwischen Zufall und bewussten Handeln?

L.M. : Ja.

K .J. : Wie entscheidest Du, wann dieses Spannungsverhältnis stimmt, wann das Bild fertigt ist?

L.M. : Den Punkt zu treffen, an dem ein Bild fertig ist, ist immer wieder eine neue Herausforderung. Es ist der Zustand des Bildes, an dem nichts mehr fehlt, aber auch an dem nichts bereits zu viel vorhanden ist. Das Bild muss bei mir eine Art innere Ruhe beim Betrachten auslösen, unabhängig von seiner Ausstrahlung. Dann ist es fertig.